Liebfrauenkirche
Pfarrkirche Liebfrauen
Eine klösterliche Siedlung in Günterstal ist urkundlich zum ersten Mal am 15. September 1224 bezeugt. An diesem Tag weihte der Konstanzer Bischof Konrad einen Altar in der noch unvollendeten Kapelle, den Friedhof und das Wohngebäude der in Günterstal ansässigen Schwestern.
Günterstal gehörte zum Zisterzienserkloster Tennenbach. Die Schwestern lebten nach der vorgegebenen Ordnung der Benediktusregel und den Gebräuchen des Zisterzienserordens. Trotz Überschwemmungen, Kriegen und den Veränderungen durch die Reformation hat der Konvent überlebt, ohne größeren Schaden zu nehmen. Im Dreißigjährigen Krieg mussten die Schwestern ihr Kloster zweimal verlassen, die Besetzung Freiburgs durch französische Truppen in den Jahren 1677 und 1713 zogen allerdings Plünderungen, unfreiwillige Einquartierungen und Zwangsabgaben nach sich.
Der Neubau von Kirche und Kloster in Günterstal geschah in den Jahren 1727 bis 1737. Er ist das Werk des bekannten Baumeisters Peter Thumb (1681 - 1766), damals hierzulande die anerkannte Autorität im kirchlichen Bauwesen. Leider gingen die Originalausstattung durch Ausräumen nach 1806 und durch den Brand von 1829 verloren.
Die jetzige Kirche ist das Ergebnis des Wiederaufbaus nach dem Brand in den Jahren 1833 - 1834. Drei Altäre aus dem abgebrochenen Kloster in Tennenbach wurden nach Günterstal überführt. Von ihnen sind heute noch die Altarmensa und der Tabernakelaufbau des jetzigen Hochaltars geblieben.
Entnommen aus dem Kirchenführer der Liebfrauenkirche
Adresse
Liebfrauenkirche
Klosterplatz 6
79100 Günterstal
Klosterplatz 6
79100 Günterstal




